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Märkte vor erwarteter Fed-Zinserhöhung unter Druck

Die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch sorgten bei Anlegerinnen und Anleger für Zurückhaltung, nachdem steigende Energiekosten die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen am Dienstag über 5% getrieben hatten. Die wichtigsten Aktienindizes an der Wall Street schlossen tiefer, während die asiatischen Börsen am Mittwoch mehrheitlich zulegten, da sinkende Ölpreise etwas Entlastung brachten. Anlegerinnen und Anleger werden zudem vor dem Fed-Entscheid die neusten Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen beurteilen. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen um 0.25 Prozentpunkte anhebt.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 11 Minuten

Federal Reserve Kompass
© Shutterstock

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Dienstag erstmals seit 2007 über 5%, da die Märkte mit einer weiteren geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank Fed rechnen. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 5.4%, während jene zweijähriger Anleihen mit 4.7% den höchsten Stand seit Mitte 2024 erreichte. Am Mittwoch gaben die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitenkurve hinweg wieder leicht nach. Die Märkte erwarten nun, dass die Fed ihre Leitzinsspanne angesichts der anhaltenden, energiegetriebenen Inflation am Mittwoch um 0.25 Prozentpunkte auf 3.75-4.00% anhebt. Die steigende staatliche Kreditaufnahme, die umfangreiche Emission von Unternehmensanleihen zur Finanzierung von KI-Infrastruktur sowie Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten haben die von Investorinnen und Investoren geforderte Kompensation für das Halten länger laufender Anleihen erhöht.

Asiatische Aktienmärkte steigen vor Fed-Entscheid

Die Börsenindizes in Asien legten am Mittwoch leicht zu: Japans Nikkei 225 stieg um 0.4% und Koreas Kospi gewann 0.8%. Australiens S&P/ASX 200 kletterte 0.3%, der chinesische CSI 300 gewann 0.4% und Indiens Nifty 50 legte um 0.7% zu, während Hongkongs Hang Seng Index praktisch unverändert blieb. Der Preis für Brent-Öl sank um 0.7% auf USD 107.94 je Barrel, nachdem er in diesem Monat um rund 20% gestiegen war. Die Angebotsrisiken im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und den Störungen der wichtigen Transportroute durch die Strasse von Hormus bleiben jedoch bestehen. Der US-Dollar-Index gab um 0.04% auf 99.60 Punkte nach. Gold stieg um 0.8% auf rund USD 4330 je Unze, während Bitcoin um 2.2% auf rund USD 75'900 fiel.

US-Aktien notieren vor Fed-Entscheid tiefer

Die Aktienindizes an der New Yorker Börse gaben am Dienstag nach, da höhere Ölpreise und Vorsicht vor dem geldpolitischen Entscheid der US-Notenbank die Stimmung belasteten. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0.6% auf 52'093.11 Punkte, während der S&P 500 um 0.5% auf 7585.73 Punkte und der Nasdaq 100 um 0.7% auf 28'938 Punkte fielen. Halbleiteraktien erholten sich teilweise von dem durch die KI-Debatte ausgelösten Ausverkauf am Montag, während Coinbase rund 10% verlor, nachdem der US-Senat ein umfassendes Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen blockiert hatte.

Handelsüberschuss der Eurozone weitet sich aus

Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone bei Waren weitete sich im Juli von EUR 7.2 Milliarden im Juni und EUR 10.7 Milliarden im Vorjahr auf EUR 14.2 Milliarden aus, wie Eurostat am Dienstag mitteilte. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 9% auf EUR 276.0 Milliarden, während die Importe um 7.9% auf EUR 261.8 Milliarden zulegten. Die europäischen Aktienindizes schlossen am Dienstag tiefer: Der Euro Stoxx 50 verlor 0.4%, der deutsche DAX gab 0.2% nach, der französische CAC 40 fiel um 0.3% und der Swiss Market Index verlor 0.5%.

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Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG