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Ausverkauf bei Chip-Aktien belastet Börsen

Ein erneuter Rückgang bei Halbleiteraktien belastete am Donnerstag die asiatischen Aktienmärkte. Besonders deutlich fielen die Verluste in Südkorea und Japan aus, nachdem die Reaktionen der Anlegerinnen und Anleger auf die Quartalszahlen von US-Technologieunternehmen enttäuschend ausgefallen waren. Aktienindizes an der Wall Street schlossen am Mittwoch uneinheitlich: Während der Dow einen Rekord erreichte, gaben der S&P 500 und der Nasdaq-100 nach.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Negative Marktdaten
© Shutterstock

Die Aktienmärkte in Asien gaben am Donnerstag nach, nachdem auf schwache Reaktionen auf die Quartalszahlen von US-Technologieunternehmen ein Ausverkauf bei Halbleiteraktien folgte. Der Kospi in Südkorea fiel um 4.5%, während der japanische Nikkei 225 um 1% nachgab. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 1.9%, angeführt von Versicherungsaktien nach Berichten, wonach China Steuern auf Anlageerträge aus Offshore-Versicherungspolicen erheben will. Der australische S&P/ASX 200 stieg um 0.4%, nachdem er am Mittwoch ein Rekordhoch erreicht hatte. Anlegerinnen und Anleger warten nun auf die Quartalszahlen von SoftBank am Donnerstag sowie den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Dow erreicht dank Hoffnungen auf Iran-Einigung neues Rekordhoch

Der Dow Jones Industrial Average stieg am Mittwoch um 0.5% auf ein Rekordhoch von 54'349.12 Punkten. Hoffnungen auf eine vorläufige Vereinbarung zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus stützten die Anlegerstimmung. Der S&P 500 gab hingegen um 0.2% auf 7723.55 Punkte nach, während der Nasdaq-100 um 0.8% auf 29'487.79 Punkte fiel. SpaceX verlor 13.6%, nachdem Anlegerinnen und Anleger die ehrgeizigen Umsatzpläne und Vorhaben von Elon Musk für Rechenzentren im Orbit hinterfragten. Der Chiphersteller AMD sank um 7%, da der Ausblick in Bezug auf Künstliche Intelligenz enttäuschte.

Beschäftigungsaufbau im US-Privatsektor verlangsamt sich deutlich

US-Privatunternehmen schufen im Juli 44'000 Stellen, nach abwärts revidierten 95'000 im Juni und damit weniger als erwartet, wie ADP am Mittwoch mitteilte. Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor stieg um 47'000 Stellen, angeführt von Bildung und Gesundheitswesen, während die Güter produzierenden Branchen 3000 Stellen abbauten. Das jährliche Lohnwachstum bei Stellenwechsel beschleunigte sich auf 7% und erreichte damit den höchsten Stand seit August 2025. Dies deutet auf anhaltenden Arbeitskräftemangel in Teilen der Wirtschaft hin.

Dynamik der US- und Euro-Wirtschaft nimmt zu

Die Aktivität im Privatsektor der Vereinigten Staaten und der Eurozone beschleunigte sich im Juli, wie die am Mittwoch veröffentlichten Umfragen von S&P Global zeigen. Ausschlaggebend war eine Belebung der Nachfrage nach Dienstleistungen. Der US-Index für die Aktivität im Dienstleistungssektor stieg von 51.2 im Juni auf 54.6 und damit auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex der Eurozone erhöhte sich von 50.0 auf 52.0, da der Dienstleistungssektor wieder expandierte. Das Geschäftsklima verbesserte sich in beiden Regionen, die Inflationssignale entwickelten sich jedoch unterschiedlich: In den USA beschleunigte sich das Wachstum der Input- und Verkaufspreise angesichts von Zöllen und höheren Energiekosten, während der Kosten- und Preisdruck im Euroraum nachliess.

EuroStoxx beendet Rekordrally

Der EuroStoxx 50 fiel am Mittwoch um 0.1% auf 6480.25 Punkte und beendete damit seine Rekordrally, nachdem kurzzeitig Zweifel aufgekommen waren, wie rasch sich die USA und der Iran auf eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus einigen könnten. Der Swiss Market Index stieg um 0.6% auf 14'551.56 Punkte. Novo Nordisk verlor 4.3%, da Anlegerinnen und Anleger mit dem Ausblick und der Entwicklung der Abnehmpille "Wegovy" weiterhin unzufrieden waren. Dagegen stiegen die Aktien der Gesundheitsunternehmen Fresenius und Sandoz nach ihren Quartalszahlen um mehr als 5%, respektive 6%.

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Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG