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Ölsorgen belasten Aktienmärkte

Die Ölpreise stiegen am Dienstag weiter, nachdem das Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und Iran die Sorgen über die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus verstärkte. Dies belastete asiatische Aktien, während Energiewerte zulegten. Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag tiefer, da die Unsicherheit im Nahen Osten die erneute Begeisterung für Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz überwog. Steigende Anleiherenditen erhöhten den Druck auf Aktien, da Anlegerinnen und Anleger ihre Erwartungen für Inflation und Zinsen neu bewerteten.

  • Datum
  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Öltanker
© Shutterstock

Die Ölpreise erreichten am Dienstag den höchsten Stand seit fast drei Wochen, nachdem das Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und Iran den Konflikt um die Strasse von Hormus ungelöst liess. Brent-Rohöl-Futures stiegen um 0.7% auf USD 91.46 pro Barrel und Futures auf West Texas Intermediate (WTI) legten um 0.8% auf USD 84.41 zu, nachdem US-Präsident Donald Trump am Montag eine Verlängerung der Waffenruhe ausgeschlossen hatte. Gold verlor 0.5% auf rund USD 4400 je Unze, während der US-Dollar-Index um 0.1% auf 99.65 zulegte. Ein Frachtschiff wurde am Dienstag bei der Durchfahrt durch die Meerenge getroffen, was die Sicherheitsbedenken verstärkte. Der kommerzielle Schiffsverkehr blieb trotz Verhandlungen zwischen Iran und Oman über alternative Routen deutlich unter dem Vorkriegsniveau. Vor dem Konflikt wurden über diese Wasserstrasse rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasversorgung transportiert.

Asiatische Aktien fallen wegen steigender Renditen

Asiatische Aktien fielen am Dienstag, da steigende Ölpreise und Anleiherenditen die Sorgen über Inflation und Zinsen wieder aufleben liessen. Japans Nikkei 225 verlor 2.1%, Südkoreas Kospi gab 1.3% nach und Hongkongs Hang-Seng-Index sank um 0.6%, während der CSI 300 auf dem chinesischen Festland 0.9% verlor. Indiens Nifty 50 gab 0.4% nach, während Australiens S&P/ASX 200 um 0.1% zulegte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf rund 4.7% und jene zweijähriger US-Staatsanleihen auf rund 4.2%, nachdem die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen mit 5.3% den höchsten Stand seit Juni 2007 erreicht hatte. Technologiewerte führten die Verluste trotz anhaltender Investitionen in KI an. Energiewerte legten hingegen zu, da die schwindenden Hoffnungen auf eine rasche Einigung zwischen den USA und Iran die Sorgen über Öltransporte durch die Strasse von Hormus verstärkten.

US-Aktien fallen wegen Spannungen im Nahen Osten

Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag tiefer, da sich die Aussichten auf Frieden im Nahen Osten verschlechterten und die Stimmung der Anlegerinnen und Anleger belasteten. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0.5% auf 53'459.78 Punkte, der S&P 500 sank um 0.5% auf 7745.06 Punkte und der Nasdaq-100 gab 0.2% auf 29'995.38 Punkte nach. Aktien mit Bezug zu KI legten dennoch nach ermutigenden Umsatzsignalen von Anthropic zu.

Europäische Aktien geben nach

Europäische Aktien schlossen am Montag leicht tiefer, da die Unsicherheit über den Iran-Konflikt und die Strasse von Hormus Anlegerinnen und Anleger vorsichtiger stimmte. Der Euro Stoxx 50 verlor 0.2% auf 6527.35 Punkte, blieb jedoch nahe seinem in der Vorwoche erreichten Rekordhoch. Der Schweizer SMI gab 0.6% auf 14'302.39 Punkte nach. Gesundheitswerte entwickelten sich überdurchschnittlich, nachdem die Aktien des belgischen Biotechnologieunternehmens Argenx dank positiven Ergebnissen einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie für ein Medikament gegen eine seltene entzündliche Muskelerkrankung um mehr als 17% auf ein Rekordhoch stiegen. Auch Technologiewerte legten zu.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG