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Unsicherheiten bei Anleihen belastet Finanzmärkte

Der erneute Anstieg langfristiger US-Staatsanleihenrenditen und die hohen Ölpreise verunsicherten Anlegerinnen und Anleger am Donnerstag, woraufhin die US-Aktienindizes tiefer schlossen. Die asiatische Börsen notierten am Freitag mehrheitlich höher, da sich koreanische Technologiewerte erholten, während japanische Aktien nach einem stärkeren Inflationsanstieg fielen, der die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan verstärkte. Bitcoin setzte seine Gewinne fort, während Gold angesichts eines schwächeren US-Dollar-Index auf hohem Niveau blieb.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

USA Zinsen
© Shutterstock

Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen am Donnerstag wieder, nachdem sie nach der Entscheidung des US-Finanzministeriums, seine Kapazität für Rückkäufe langfristiger Anleihen zu erhöhen, kurzzeitig gesunken waren. Die Rendite 30-jähriger Anleihen lag unter 5.3% und damit nahe dem 19-Jahreshoch von 5.337% vom Dienstag. Die Rendite zehnjähriger Anleihen stieg auf 4.7%, jene zweijähriger Anleihen auf 4.2%. Das Rückkaufprogramm könnte die Liquidität am Markt für US-Staatsanleihen stützen, hat die Sorgen über anhaltenden Inflationsdruck, hohe Schuldenemissionen und die US-Staatsverschuldung von über USD 40 Billionen jedoch nicht verringert. Japanische und europäische Staatsanleihen erholten sich zunächst, während Brent-Rohöl-Futures angesichts der anhaltenden Störungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus um 0.4% auf USD 93.45 je Barrel fielen. Gold stieg um 0.3% auf rund USD 4530 je Unze, während Bitcoin um weitere 8.4% auf rund USD 75'300 zulegte.

Börsen in Asien erholen sich trotz Sorgen am Anleihenmarkt

Asiatische Aktienindizes stiegen am Freitag, angeführt von südkoreanischen Technologiewerten. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum legte leicht zu, steuert jedoch weiterhin auf einen Wochenverlust zu. Der südkoreanische Kospi stieg um 1.4%, lag auf Wochensicht jedoch noch immer knapp 1% im Minus. Japans Nikkei 225 fiel im Tagesverlauf um 0.6% und auf Wochensicht um fast 5%, da die höhere Inflation die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan verstärkte. Die japanische Kerninflation stieg im Juli gegenüber dem Vorjahr von 1.6% im Juni auf 1.8%. Hongkongs Hang Seng Index gewann 0.7% und der chinesische CSI 300 legte um 0.6% zu, während Australiens S&P/ASX 200 um 0.4% nachgab.

US-Aktien unter Druck, auch wegen Walmart

Die Aktienindizes an der Wall Street fielen am Donnerstag, da enttäuschende Umsätze des Einzelhändlers Walmart im zweiten Quartal, höhere Ölpreise und steigende Renditen von US-Staatsanleihen die Stimmung belasteten. Der Dow Jones Industrial Average verlor 1.3% auf 52'759.21 Punkte, während der S&P 500 um 0.9% auf 7641.16 Punkte und der Nasdaq-100 um 0.7% auf 29'213.17 Punkte fielen. Walmart-Aktien verloren 9.2%, nachdem das Unternehmen auch für das dritte Quartal ein langsameres Wachstum in Aussicht gestellt hatte. Der Landmaschinenhersteller Deere gewann hingegen 6.9%, gestützt durch überzeugende Ergebnisse und einen optimistischen Ausblick für die US-Landwirtschaft im Jahr 2027.

Schweizer Exporte steigen im Juli deutlich

Die Exporte stiegen im Juli gegenüber dem Vormonat um 13.8%, nachdem sie im Juni um 3.6% gesunken waren. Mit CHF 27.8 Milliarden erreichten sie den höchsten Stand seit März 2025, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigten. Chemie- und Pharmaexporte trieben den Anstieg mit einem Plus von 25.7%, während die Ausfuhren nach Slowenien um CHF 2.7 Milliarden zunahmen und die Uhrenexporte um 5.8% stiegen. Die Importe fielen nach einem Anstieg von 3.5% im Juni um 4.5%, was hauptsächlich auf geringere Chemie- und Pharmakäufe zurückzuführen war. Dadurch stieg der Handelsbilanzüberschuss auf den Rekordwert von CHF 8.1 Milliarden. Europäische Aktienindizes schlossen am Donnerstag tiefer: Der Euro Stoxx 50 verlor 0.4%, während der Schweizer SMI um 0.1% nachgab.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG