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US-Inflation und Risiken im Nahen Osten im Fokus

Die neue Woche beginnt ruhig, bevor sich die Aufmerksamkeit am Dienstag dem Zinsentscheid der Reserve Bank of Australia und einer Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten zuwendet. Die US-Verbraucherinflation für Juli am Mittwoch und die Erzeugerpreisinflation am Donnerstag werden neue Hinweise für die Geldpolitik der Federal Reserve liefern. Deutschland und Frankreich veröffentlichen zudem am Mittwoch beziehungsweise Freitag Inflationsdaten. Im weiteren Wochenverlauf rückt das Wachstum in den Fokus: Das Vereinigte Königreich publiziert am Donnerstag das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, während die Schweiz und die Eurozone am Freitag folgen. US-Einzelhandelsumsätze und der Konsumentenvertrauensindex der Universität Michigan runden die Woche am Freitag ab. Die Märkte werden zudem die Entwicklungen im Nahen Osten weiter verfolgen, da die Unsicherheit über die Wiederöffnung der Strasse von Hormus anhält. Die japanischen Märkte bleiben am Dienstag wegen des Feiertags des Berges geschlossen.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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Die Aktienmärkte erhielten Ende vergangener Woche Auftrieb, nachdem am Freitag veröffentlichte Daten zeigten, dass die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft in den USA im Juli entgegen den Erwartungen um 23'000 Stellen zurückging. Gleichzeitig wurden die Beschäftigungszahlen für Mai und Juni insgesamt um 103'000 Stellen nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 4.2% im Juni auf 4.1%. Der Rückgang war jedoch darauf zurückzuführen, dass 264'000 Menschen den Arbeitsmarkt verliessen, wodurch die Erwerbsquote auf 61.4% und damit auf einen beinahe fünfeinhalbjährigen Tiefstand fiel. Die Daten dämpften die Markterwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September. Der Inflationsbericht der kommenden Woche bleibt jedoch wichtig für den geldpolitischen Ausblick. US-Aktien legten am Freitag nach den schwachen Arbeitsmarktdaten zu: Der Dow Jones Industrial Average gewann 0.3% auf 54'036.93 Punkte, während der S&P 500 um 0.6% auf 7757.64 stieg und der Nasdaq 100 um 1.2% auf 29'722.30 zulegte.

Asiatische Aktien steigen nach US-Arbeitsmarktdaten

Die asiatischen Aktienmärkte legten am Montag ebenfalls mehrheitlich zu, gestützt durch die schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten und gedämpfte Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed. Japans Nikkei 225 stieg um 2.1% und Südkoreas Kospi gewann 0.5%, unterstützt durch eine Erholung bei Halbleiteraktien nach einer schwierigen Woche für den Sektor. Die chinesischen Märkte entwickelten sich uneinheitlich: Der CSI 300 auf dem chinesischen Festland verlor 0.5%, während Hongkongs Hang Seng Index um 0.5% stieg. Australiens S&P/ASX 200 sank dagegen um 0.3%, obwohl Lithiumaktien und Treasury Wine Estates zulegten. Futures auf West Texas Intermediate (WTI) stiegen um 0.3% auf USD 78.44 je Barrel und Brent-Rohöl-Futures gewannen 0.5% auf USD 83.94 je Barrel, während die Unsicherheit über die Wiederöffnung der Strasse von Hormus anhielt.

Deutsche Exporte erreichen Rekordhoch

Die deutschen Exporte stiegen im Juni um 0.9% auf den Rekordwert von EUR 139.3 Mrd., während die Importe um 4.4% auf EUR 123.9 Mrd. zunahmen, wie Destatis am Freitag mitteilte. Das Exportwachstum wurde durch einen Anstieg der Lieferungen in EU-Länder um 1.3% getragen, der teilweise durch einen Rückgang der Ausfuhren in die USA um 14.2% ausgeglichen wurde. Der Handelsbilanzüberschuss verringerte sich von EUR 19.3 Mrd. im Mai und EUR 16.4 Mrd. im Juni des Vorjahres auf EUR 15.4 Mrd., da die Importe stärker zunahmen als die Exporte. Der Euro Stoxx 50 stieg am Freitag um 0.3% auf 6523.86 Punkte, während Deutschlands DAX um 0.7% auf 26'319.45 zulegte.

Schweizer Konsumentenstimmung verbessert sich

Die Schweizer Konsumentenstimmung verbesserte sich im Juli von -35.8 im Juni auf -32.8 Punkte, blieb jedoch nahe historisch niedrigen Werten, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Freitag mitteilte. Der Index lag 2.0 Punkte unter dem Niveau des Vorjahres, da die Haushalte sowohl ihre vergangene als auch ihre erwartete finanzielle Situation negativer beurteilten. Die Erwartungen für die Gesamtwirtschaft verschlechterten sich ebenfalls leicht, während der Wert über dem März-Tief von -42.9 und damit über dem niedrigsten Stand seit Anfang 2024 blieb. Der Swiss Market Index stieg am Freitag um 0.2% auf 14'544.91 Punkte.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG