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Zweifel an KI-Umsätzen verunsichern Halbleiteraktien

Zweifel daran, ob die Umsätze von OpenAI die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz rechtfertigen können, belasteten am Donnerstag die US-Technologieaktien, während der Dow Jones leicht höher schloss. Der Druck auf Halbleiteraktien setzte sich am Freitag im asiatischen Handel fort, wobei Kursgewinne in Hongkong und Australien für eine gemischte Aktienmarktentwicklung in der Region sorgten. Auch europäische Aktien schlossen am Donnerstag tiefer. Die Ölpreise gaben am Freitag nach, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die USA vor den Zwischenwahlen von Angriffen auf den Iran absehen würden.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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Asiens Börsen entwickeln sich uneinheitlich

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Freitag uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 verlor 0.1% und der chinesische Shanghai Composite gab um 1.2% nach, während der Hang Seng in Hongkong um 1.6% und der australische S&P/ASX 200 um 0.6% zulegten. Halbleiteraktien gerieten unter Druck, nachdem ein Bericht der Financial Times nahegelegt hatte, dass der annualisierte Umsatz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hinter zuvor angegebenen Werten zurückblieb. Dies weckte Zweifel an den umfangreichen Investitionszusagen des Unternehmens. Die Aktien des OpenAI-Investors SoftBank verloren 5%. Der von Nvidia unterstützte Rechenzentrumsbetreiber Firmus verschob einen geplanten Börsengang im Umfang von rund USD 5 Milliarden und entschied sich angesichts der Marktturbulenzen stattdessen für eine private Kapitalbeschaffung.

Gold legt dank schwächerem US-Dollar und sinkenden Anleihenrenditen zu

Der Goldpreis am Kassamarkt stieg um 1.6% auf USD 4200.46 je Unze, unterstützt durch einen schwächeren US-Dollar und den zweiten Handelstag in Folge mit sinkenden Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen. Silber verteuerte sich um 2.2% auf USD 60.47 je Unze. Die Renditen von US-Staatsanleihen lagen tiefer, wobei die Rendite zehnjähriger Titel bei 5.2% und jene zweijähriger Titel bei 4.8% notierte. Alberto Musalem, Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, erklärte am Donnerstag, dass in den kommenden sechs bis neun Monaten weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um die Inflation wieder auf das Ziel der Zentralbank von 2% zu senken. Bitcoin verlor am Freitag 0.3% auf rund USD 82'500.

US-Technologieaktien geben wegen KI-Bedenken nach

Die US-Aktienmärkte entwickelten sich am Donnerstag uneinheitlich. Der Nasdaq-100 verlor 1.4% auf 30'725.81 Punkte und der S&P 500 gab um 0.5% auf 7765.36 Punkte nach, während der Dow Jones Industrial Average leicht um 0.1% auf 51'231.64 Punkte zulegte. Medienberichten zufolge lag der annualisierte Umsatz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI Ende September bei knapp USD 50 Milliarden. Damit blieb er trotz eines Anstiegs gegenüber dem Vorjahr unter einigen jüngsten Schätzungen, was Zweifel an der Rechtfertigung hoher KI-Investitionen weckte. Halbleiteraktien, darunter Nvidia, AMD und Intel, verloren zwischen 2.9% und 6.5%. Energieunternehmen profitierten von deutlich höheren Ölpreisen: Chevron legte um 3.1% und ExxonMobil um 2.7% zu. Am Freitag fielen die Ölpreise, nachdem US-Präsident Donald Trump Angriffe auf den Iran vor den Zwischenwahlen im November ausgeschlossen hatte. Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl gaben um 1.3% auf USD 102.89 je Barrel nach, während die Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) um 1.3% auf USD 90.35 je Barrel sanken.

Deutsche Exporte sinken und Handelsüberschuss schrumpft

Die deutschen Warenexporte sanken im August kalender- und saisonbereinigt um 0.8% auf EUR 137.6 Milliarden, lagen aber 6.2% über dem Vorjahresniveau. Dies geht aus vorläufigen Daten hervor, die das Statistische Bundesamt am Donnerstag veröffentlichte. Die Importe stiegen gegenüber Juli um 0.9% auf EUR 118.1 Milliarden und lagen damit 5.5% über dem Vorjahreswert. Der Handelsüberschuss verringerte sich von EUR 21.6 Milliarden im Juli auf EUR 19.5 Milliarden, übertraf jedoch die im August 2025 verzeichneten EUR 17.6 Milliarden. Die Exporte gingen sowohl in EU- als auch in Nicht-EU-Länder zurück. Die Ausfuhren in die USA sanken gegenüber dem Vormonat um 6.3%, lagen aber weiterhin 22.6% über dem Vorjahresniveau. Am Donnerstag verlor der Euro Stoxx 50 0.9%, der deutsche DAX gab um 1.2% nach und der Swiss Market Index sank um 1.2%.

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG