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Ölrisiken halten Märkte vor US-VPI in Atem

Die zunehmenden Gefahren für die Schifffahrt im Nahen Osten hielten die Ölpreise am Mittwoch auf hohem Niveau und verstärkten die Sorge, dass der Konflikt den Inflationsdruck wieder anheizen könnte. US-Aktien schlossen am Dienstag leicht tiefer, während der Handel in Asien uneinheitlich verlief: Koreanische und japanische Aktien stiegen dank der Stärke des Technologiesektors, während Hongkonger Aktien nachgaben. Anlegerinnen und Anleger werden sich auf die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreisdaten konzentrieren, die Hinweise darauf geben könnten, ob die Inflation trotz der erneuten Risiken am Energiemarkt nachlässt.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Inflation bildlich dargestellt

Die Ölpreise stiegen am Mittwoch, nachdem Angriffe im Roten Meer und im Golf von Oman die Sorgen über die Versorgungswege verstärkten, obwohl die USA und der Iran möglicherweise eine Vereinbarung zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus erzielen könnten. Brent-Rohöl-Futures legten um 0.6% auf USD 89.44 pro Barrel zu, während Futures auf West Texas Intermediate (WTI) um 0.6% auf USD 83.71 pro Barrel stiegen. Bei einem Angriff der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf ein Frachtschiff in der Bab-al-Mandab-Strasse am Dienstag wurden sechs Menschen getötet. Später eröffneten US-Streitkräfte das Feuer auf ein Containerschiff, das angeblich die Blockade iranischer Häfen durch Washington durchbrochen hatte.

Asiatische Technologiewerte steigen

Asiatische Aktien stiegen am Mittwoch mehrheitlich, angeführt von einem Plus von 3.5% beim koreanischen KOSPI. Aktien von Samsung Electronics, SK Hynix und LG Innotek legten auf Berichte hin zu, wonach Temasek möglicherweise in die Unternehmen investieren will. Japans Nikkei 225 gewann 0.8%, während Chinas CSI 300 um 0.3% auf 4678.30 Punkte stieg. Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor hingegen 1.2%, da grosse Technologiewerte wie Alibaba und Tencent nachgaben. Starke Ergebnisse von Unternehmen im Bereich KI-Infrastruktur unterstützten die Stimmung, doch steigende Ölpreise hielten Anlegerinnen und Anleger vor den US-Verbraucherpreisdaten für Juli vorsichtig.

US-Aktien fallen trotz Hoffnungen auf Iran-Einigung

US-Aktien fielen am Dienstag, da vorläufige Anzeichen für Fortschritte bei einer Vereinbarung im Iran-Konflikt die Sorgen der Anlegerinnen und Anleger nicht lange linderten. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0.3% auf 53'791.85 Punkte, während der S&P 500 und der Nasdaq-100 um jeweils 0.3% auf 7728.20 beziehungsweise 29'525.48 Punkte nachgaben. Die Ölpreise erholten sich am Dienstag nach einem anfänglichen Rückgang. Erwartete Versorgungsunterbrechungen in der Strasse von Hormus hielten die Inflationssorgen vor den US-Verbraucherpreisdaten für Juli am Mittwoch hoch.

Euro Stoxx erreicht Rekordhoch

Europäische Aktien stiegen am Dienstag, nachdem Anzeichen, dass die USA und der Iran in ihrem Konflikt einer Vereinbarung näherkommen könnten, die Ölpreise vorübergehend sinken liessen und die Risikobereitschaft unterstützten. Der Euro Stoxx 50 gewann 0.3% auf ein Rekordhoch von 6553.85 Punkten, während der Swiss Market Index nach einem Tageshoch um 0.4% auf 14'575.25 Punkte fiel. Technologiewerte legten zu: Der Halbleiterausrüster ASML gewann 2.7% und Siemens Energy 2.6%. Adidas verlor dagegen 3.1%, nachdem der Schweizer Laufschuhhersteller On Holding enttäuschende Quartalsumsätze gemeldet hatte. Der Schweizer Augenheilkonzern Alcon stieg nach überzeugenden Halbjahresergebnissen um 4.7%.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG