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Sinkende US-Preise beflügeln Technologiewerte

Die nachlassende Produzentenpreisinflation in den USA stärkte die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen im September unverändert lässt, und sorgte am Donnerstag für Kursgewinne an der Wall Street. In den USA führten Technologiewerte die Gewinne an, während die europäischen Aktienmärkte die Sitzung uneinheitlich beendeten. An den asiatischen Aktienmärkten verlief der Handel am Freitag uneinheitlich: Kursgewinnen in Japan und Südkorea standen Verluste in anderen Teilen der Region gegenüber.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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© Shutterstock

Die US-Produzentenpreise blieben im Juli gegenüber dem Vormonat unverändert, nachdem sie im Juni revidiert um 0.1% gesunken waren, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigten. Die Preise für Dienstleistungen stiegen um 0.2%, doch ein Rückgang der Warenpreise um 0.7% hielt den Gesamtindex stabil und unter den Erwartungen der Ökonominnen und Ökonomen. Die jährliche Produzentenpreisinflation sank von 5.5% auf 4.7%, wobei der Anstieg der Ölpreise Ende Juli in den Daten wahrscheinlich noch nicht erfasst wurde. Der Bericht spricht zusammen mit der jüngsten Schwäche am Arbeitsmarkt und der moderaten Verbraucherinflation dafür, dass die US-Notenbank die Leitzinsen im September unverändert lässt.

Asiatische Aktien steigen nach US-Inflationsdaten

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Freitag uneinheitlich. Veränderte Erwartungen hinsichtlich des Zinspfads der US-Notenbank stützten die Aktienmärkte. Der südkoreanische KOSPI legte dank Kursgewinnen bei Halbleiterherstellern um 2% zu, während der japanische Nikkei 225 um 0.5% stieg. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel hingegen um 0.9%. Andernorts sank der australische S&P/ASX 200 um 0.9%, der CSI 300 auf dem chinesischen Festland gab um 0.2% nach und der indische Nifty 50 verlor 0.3%.

US-Technologiewerte bauen Gewinne aus

Die US-Technologiewerte setzten ihren Anstieg am Donnerstag fort. Nachlassende Inflations- und Zinssorgen liessen den Nasdaq-100 um 1.2% auf 30'084.50 Punkte steigen. Der S&P 500 erreichte kurzzeitig ein Rekordhoch und schloss anschliessend 0.7% höher bei 7798.99 Punkten, während der Dow Jones Industrial Average um 0.1% auf 53'839.99 Punkte zulegte. Cisco verlor trotz starker Ergebnisse 8.4%, nachdem der Ausblick des Unternehmens für Künstliche Intelligenz die Anlegerinnen und Anleger enttäuscht hatte. Workday sprang hingegen um 17.8% nach oben, nachdem Berichte bekannt geworden waren, wonach Silver Lake eine Übernahme des Anbieters von Finanz- und Personalsoftware erwägt.

Europäische Aktien schliessen uneinheitlich

Die europäischen Aktienmärkte beendeten den Donnerstag uneinheitlich, da Anlegerinnen und Anleger nach den starken Kursgewinnen zu Beginn des August vorsichtiger wurden. Der Euro Stoxx 50 stieg um 0.2% auf 6546.95 Punkte, während der Swiss Market Index ebenfalls um 0.2% auf 14'475.13 Punkte zulegte. Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen sprang um 16.4% nach oben, nachdem er infolge eines starken Wachstums im ersten Halbjahr und von Übernahmen seine Umsatzprognose angehoben hatte. Die Reederei Moller-Maersk gewann mehr als 9%, nachdem sie ihre Ziele für das Gesamtjahr erneut angehoben hatte. Bergbauaktien waren der schwächste Sektor: Antofagasta, Rio Tinto und Fresnillo verloren zwischen 4.7% und 6.8%.

Britische Wirtschaft wächst im Juni überraschend

Das britische Bruttoinlandsprodukt stieg im Juni gegenüber dem Vormonat um 0.3%, nachdem es im Mai stagniert hatte, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigten. Damit übertraf das Wachstum die Erwartungen der Ökonominnen und Ökonomen. Unterstützt wurde es durch den nachlassenden Energiepreisdruck während der Waffenruhe am Golf, Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fussball-Weltmeisterschaft der Männer und das warme Wetter. Die Dienstleistungsproduktion stieg um 0.4% und glich damit Rückgänge der Industrieproduktion um 0.2% und der Bauleistung um 0.1% mehr als aus. Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0.4%, nach 0.6% im ersten Quartal. Ein erneuter Energiepreisdruck und mögliche Steuererhöhungen dürften das Wachstum in den kommenden Monaten jedoch bremsen.

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG