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Market View & Insights
LGT Private Banking veröffentlicht heute seinen "Globalen Ausblick 2026: Verschiebung des Gleichgewichts". Darin bekräftigt die Bank, dass disziplinierte Diversifikation für langfristig orientierte Investorinnen und Investoren die wirksamste Absicherung sein wird, während das Regime der Zeit nach der globalen Finanzkrise einem umfassenden globalen Neuordnungsprozess weicht.
2026 fühlt sich wie eine "Welt im Umbruch" an: Die Märkte kalibrieren sich neu angesichts höherer Inflationsrisiken, steigender Staatsverschuldung und teurerer Kapitalkosten – und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger können sich nicht mehr auf die klaren Korrelationen und Risikoprämien verlassen, die die letzten Jahrzehnte geprägt haben.
"2026 erreicht erstmals eine Generation das Investorenalter, die die globale Finanzkrise nicht mehr aktiv erlebt hat – in einer Ära, deren Konturen noch nicht definiert sind", sagt Mika Kastenholz, Global Head Investment Solutions bei LGT Private Banking. "Wenn historische Referenzpunkte an Aussagekraft verlieren und Märkte zunehmend durch Politik und Geopolitik getrieben werden, muss eine umsichtige Diversifikation zur zentralen Disziplin für Investorinnen und Investoren werden."
Der Ausblick identifiziert drei Schlüsselthemen für 2026, die insbesondere für Diversifikationsentscheidungen von Bedeutung sind.
Erstens die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) von einer primär softwaregetriebenen Geschichte hin zu einer Herausforderung in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Finanzierung. Im Verlauf des Jahres 2026 werden physische Engpässe bei Stromversorgung, Kühlung und Standortkapazitäten dazu führen, dass sich die Wertschöpfung von prominenten Hyperscalern hin zu Infrastrukturanbietern verlagert. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die LGT einen "Barbell"-Ansatz: eine Balance zwischen kurzfristigen Enablern entlang der Rechenzentrums- und Energie-Wertschöpfungsketten und langfristigen Anwendern von agentischer und physischer KI, die Arbeitsprozesse, Fabriken und Städte neugestalten.
Zweitens die zunehmende Wasserknappheit – eine strukturelle Herausforderung, deren Auswirkungen auf globale Portfolios bislang unterbewertet waren. Bereits heute ist rund die Hälfte der Weltbevölkerung saisonalem Wasserstress ausgesetzt; bis 2050 könnten bis zu 31 % des globalen Bruttoinlandsprodukts betroffen sein, wenn der aktuelle Trend anhält. Investorinnen und Investoren sollten die Fragilität von Ressourcen berücksichtigen und geografisch über besonders exponierte Regionen hinweg diversifizieren. Gleichzeitig gilt es, Investitionschancen in den Bereichen Wassereffizienz, Wiederaufbereitung und Entsalzung zu identifizieren, also in Bereichen, die unter anderem für Landwirtschaft, Energie, Halbleiterindustrie und Bergbau relevant sind.
Drittens die wachsende institutionelle Präsenz digitaler Vermögenswerte. Im Jahr 2025 erreichte die Marktkapitalisierung von Bitcoin die Höhe des Gesamtwerts der im Umlauf befindlichen physischen US-Dollars. Gleichzeitig ist die Volatilität gesunken und die institutionelle Beteiligung gestiegen. Aufgrund der Historie ausgeprägter Kursrückgänge bleibt die Anlageklasse jedoch grundsätzlich eher volatil. Die LGT betrachtet digitale Vermögenswerte daher als mögliche, nicht aber als gegebene Diversifikatoren und legt den Fokus auf disziplinierte Allokationsgrössen, klare Governance-Strukturen und fundierte Szenarioanalysen.
Für 2026 legt die LGT den Schwerpunkt auf Breite, Qualität und Agilität. Die Bank unterstützt ihre Kundinnen und Kunden in Richtung umsichtig diversifizierter Portfolios über Regionen, Anlageklassen und strukturelle Themen hinweg – mit besonderem Augenmerk auf Kapitalflüsse und darauf, wo Liquidität verfügbar bleibt, wenn sich die Finanzierungsbedingungen verschärfen. Ebenso wichtig ist, dass Portfolios so konstruiert sind, dass sie sich an veränderte Szenarien anpassen lassen, statt an ein einzelnes makroökonomisches Narrativ gebunden zu sein, das rasch an Aktualität verlieren kann.
"Unsere Aufgabe ist es nicht, jede Wendung der Handlung vorzuschreiben", sagt Mika Kastenholz. "Sondern sicherzustellen, dass unsere Kundinnen und Kunden investiert bleiben, ihren Liquiditätsbedarf managen können und ihre langfristigen Ziele verfolgen - auch wenn sich die Welt anfühlt, als wisse sie nicht, wohin sie sich als nächstes orientieren wird."
Der vollständige "Globale Ausblick 2026: Verschiebung des Gleichgewichts" von LGT Private Banking mit spezifischen regionalen Einschätzungen ist hier verfügbar.