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Märkte bewerten Wahlgewinne der Demokraten

Die Aussicht auf eine demokratische Mehrheit im US-Kongress rückte am Mittwoch mögliche Hindernisse für die politischen Pläne von US-Präsident Donald Trump in den Fokus. Die Wall Street schloss am Dienstag trotz einer Erholung der Halbleiteraktien uneinheitlich, während europäische Aktien nachgaben. Die asiatischen Märkte zeigten am Mittwoch keine klare Richtung. Japanische Aktien standen angesichts der Unsicherheit über die Regulierung des Technologiesektors und Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) unter Druck. Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen drückte deren Renditen, während auch der US-Dollar nachgab.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

US Capitol Building
© Shutterstock

Demokraten gewinnen Mehrheit im US-Senat und führen im Repräsentantenhaus

Bei der Auszählung am frühen Mittwochmorgen hatten sich die Demokraten laut Zahlen von Associated Press 53 Sitze im US-Senat gesichert, gegenüber 41 für die Republikaner. Auch im Repräsentantenhaus zeichnete sich mit 220 Sitzen gegenüber 126 für die Republikaner eine demokratische Mehrheit ab. Ein von den Demokraten kontrollierter Kongress könnte die Gesetzgebungsagenda von US-Präsident Trump einschränken und die Kontrolle seiner Regierung verstärken, nachdem sich die Wählerinnen und Wähler unzufrieden über die Inflation, die Treibstoffkosten und den Krieg mit dem Iran gezeigt hatten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen notierte tiefer bei 4.9%, da Anlegerinnen und Anleger angesichts der Ergebnisse der Zwischenwahlen Sicherheit in Staatsanleihen suchten. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen sank auf 4.6%, während jene 30-jähriger Anleihen auf 5.3% nachgab. Der US-Dollar-Index fiel um 0.4% auf 101.51 Punkte.

US-Technologieaktien erholen sich dank Halbleitertiteln

Der Nasdaq 100 legte am Dienstag um 0.7% auf 28'180.26 Punkte zu und beendete damit eine Serie von drei Handelstagen mit starken Verlusten, vor allem dank einer Erholung bei Halbleiteraktien. Der S&P 500 stieg um 0.4% auf 7568.92 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average um 0.4% auf 51'786.72 Punkte nachgab. Anlegerinnen und Anleger blieben vorsichtig, während die Amerikanerinnen und Amerikaner bei den Zwischenwahlen ihre Stimmen abgaben. Der Chiphersteller Nvidia gewann 2.3%, während der iPhone-Hersteller Apple und das Datenanalyseunternehmen Palantir nach enttäuschenden Quartalsausblicken 2.2% bzw. 1.7% verloren. Bei den Konjunkturdaten stieg die Zahl der offenen Stellen in den USA im September um 333'000 auf 7.52 Millionen und übertraf damit die Markterwartungen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des US-Amts für Arbeitsmarktstatistik hervorging.

Asiatische Börsen uneinheitlich bei der Bewertung der US-Wahlergebnisse

Der japanische Nikkei 225 fiel am Mittwoch um 1.4%, da die Gewinne der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen Bedenken hinsichtlich einer strengeren Regulierung des Technologiesektors und der Ausgaben für künstliche Intelligenz schürten, während der koreanische Kospi um 0.6% zulegte. Die Halbleiterunternehmen Samsung Electronics und SK Hynix verloren 1.3% bzw. 0.4%. Dies verstärkte den jüngsten Druck durch hohe Bewertungen und unsichere Investitionsrenditen. Der australische S&P/ASX 200 sank um 0.6%, während der chinesische Festlandindex CSI 300 um 2.4% stieg. Der indische Nifty 50 gab um 0.2% nach.

Schweizer Verbraucherpreise steigen

Die Verbraucherpreise in der Schweiz stiegen im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0.2% und lagen 1.5% über dem Vorjahresniveau, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik hervorging. Höhere Preise für Heizöl, Benzin und Diesel trieben den Anstieg an, ebenso wie teurere Schuhe und ambulante Spitalleistungen. Tiefere Tarife in Arztpraxen, günstigere Pauschalreisen ins Ausland und sinkende Hotelpreise glichen diese Anstiege teilweise aus. Die Kerninflation, die frische und saisonale Produkte sowie Energie und Treibstoffe ausklammert, betrug im Vorjahresvergleich 0.5%, wobei die um diese Komponenten bereinigten Preise gegenüber September unverändert blieben. Am Dienstag fiel der Swiss Market Index um 0.4%, während der Euro Stoxx 50 um 0.6% nachgab.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Ahold Delhaize, BMW, CVS Health, Fresenius, Heidelberg Materials, McDonald's, Mitsubishi, Novo Nordisk, Qualcomm und Uber.

Konjunkturdaten im Fokus: Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus einigen der weltweit grössten Volkswirtschaften, darunter Italien (09:45), Frankreich (09:50), Deutschland (09:55), die Eurozone (10:00), Grossbritannien (10:30), Kanada (15:30) und die USA (S&P Global, 15:45; Institute for Supply Management, 16:00); Verbraucherpreisindex Eurozone (11:00), ADP-Beschäftigungsbericht USA (14:15), Handelsbilanz USA (14:30), Handelsbilanz Kanada (14:30).

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG