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Märkte warten auf Fed-Protokoll und US-Daten

Diese Woche stehen Daten zum US-Dienstleistungssektor und das Sitzungsprotokoll der Federal Reserve (Fed) im Mittelpunkt. Am Montag werden die Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindizes für September aus den USA und der Eurozone veröffentlicht, darunter der US-ISM-Index. Hinzu kommen das italienische Bruttoinlandprodukt für das dritte Quartal und der Sentix-Index zum Anlegervertrauen in der Eurozone für Oktober. Die Fed veröffentlicht ihr Sitzungsprotokoll am Mittwoch, die Europäische Zentralbank ihren Bericht zur geldpolitischen Sitzung am Donnerstag. Am Freitag folgen das US-Verbrauchervertrauen für Oktober und der kanadische Arbeitsmarktbericht für September. Die Märkte auf dem chinesischen Festland bleiben von Montag bis Mittwoch wegen des Nationalfeiertags geschlossen.

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  • Autor Amira Scherz, Junior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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Die US-Aktienmärkte legten am Freitag zu, angeführt von Technologieindizes auf Rekordniveau, während schwache Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Fed dämpften. In Asien setzte sich die Rally am Montag vor allem in Japan fort: Japanische Aktien stiegen trotz Anzeichen eines schwächeren Wachstums im Dienstleistungssektor. In Europa deutete der Anstieg der Inflation in der Eurozone am Freitag auf anhaltenden Preisdruck hin. Unterdessen fiel Gold am Montag um 0.2% auf rund USD 4130 je Feinunze, nachdem es in der Vorwoche 3.4% verloren hatte. Silber legte um 1.1% auf USD 61.03 je Feinunze zu; in der Vorwoche hatte sich noch ein Minus von knapp 6% abgezeichnet. Bitcoin stieg um 0.9% auf rund USD 85'600.

Japanische Aktien steigen trotz schwächerem Dienstleistungswachstum

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Montag uneinheitlich, obwohl schwächere US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Fed dämpften. Der japanische Nikkei 225 stieg, angeführt von Technologieaktien, um 2.1% auf rund 69'733.00 Punkte. Der Hang Seng in Hongkong fiel um 0.3%; die Märkte in China und Südkorea blieben wegen Feiertagen geschlossen. Unterdessen sank Japans Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex im September auf 51.3 Punkte, nach 52.5 im August. Wie am Montag veröffentlichte Daten zeigten, belasteten die Folgen eines Erdbebens die Auftragseingänge, während die Beschäftigung schneller zunahm. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex ging von 53.5 auf 52.3 Punkte zurück und erreichte damit den tiefsten Stand seit Mai.

Schwache US-Jobdaten beflügeln Technologieaktien

In den USA wurden im September 29'000 neue Stellen geschaffen, nach revidierten 133'000 im August und weniger als erwartet, wie am Freitag veröffentlichte Daten zeigten. Die Arbeitslosenquote stieg von 4.1% auf 4.2%, während die Beschäftigungszahl für Juli auf einen Stellenabbau von 10'000 revidiert wurde. Zudem sanken die Aufträge für langlebige Güter im August um 0.1%, nachdem sie im Juli um 0.9% gestiegen waren. Der schwache Arbeitsmarktbericht dämpfte die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Fed im Oktober und trug dazu bei, dass US-Technologieindizes Rekordstände erreichten. Der Nasdaq-100 gewann 1% auf 30'807.93 Punkte, der S&P 500 stieg um 0.7% auf 7722.72 Punkte und der Dow Jones legte um 0.5% auf 51'176.96 Punkte zu. Höhere Anleiherenditen und Ölpreise begrenzten jedoch die Gewinne. Der US-Dollar erholte sich nach anfänglichen Verlusten dank der Nachfrage nach sicheren Anlagen von CHF 0.8273 auf CHF 0.8287.

Inflation in der Eurozone erreicht Dreijahreshoch

Die Inflation in der Eurozone stieg im September von 3.2% im August auf 3.8% und übertraf damit die Erwartungen, wie am Freitag veröffentlichte Daten zeigten. Die Energiepreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 18.8%, während die Kerninflation von 2.4% auf 2.5% anzog. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0.6%, nach einem Plus von 0.4% im August.

Italienische Detailhandelsumsätze erholen sich im August

Die italienischen Detailhandelsumsätze stiegen im August gegenüber dem Vormonat um 0.3%, nach einem Rückgang von 0.4% im Juli. Damit übertrafen sie die Erwartungen eines weiteren Minus, wie am Freitag veröffentlichte Daten zeigten. Die Umsätze mit Lebensmitteln legten um 0.8% zu, während die Umsätze mit anderen Waren nach zwei Monaten mit Rückgängen unverändert blieben. Im Jahresvergleich verlangsamte sich das Umsatzwachstum von 1% im Juli auf 0.5%.

Absicherung französischer Staatsschulden verteuert sich

Die Kosten für die fünfjährige Absicherung französischer Staatsschulden stiegen am Freitag auf 81 Basispunkte, nach rund 72 Basispunkten am Donnerstag. Anlegerinnen und Anleger sorgen sich um die Staatsverschuldung von rund 119% des Bruttoinlandprodukts. Ob die von der Regierung für 2027 vorgeschlagenen neuen fiskalpolitischen Massnahmen im Umfang von EUR 43 Mrd. im Parlament Unterstützung finden, ist ungewiss.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG