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Chip-Ausverkauf verschärft sich

Technologiewerte standen am Mittwoch weiter unter Druck, da hohe langfristige US-Finanzierungskosten und geopolitische Sorgen Anlegerinnen und Anleger dazu veranlassten, hoch bewertete Unternehmen im Bereich KI neu zu beurteilen. Die Wall Street schloss am Dienstag tiefer, angeführt vom Nasdaq-100, während sich der Kursrückgang an den asiatischen Märkten beschleunigte. Besonders starke Verluste verzeichneten südkoreanische und japanische Aktien.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

DRAM Speicher
DRAM Speicher © Shutterstock

Asiatische Aktien gaben am Mittwoch nach, da höhere Anleiherenditen und anhaltende Spannungen im Nahen Osten Anlegerinnen und Anleger dazu veranlassten, ihr Engagement in Technologiewerten zu reduzieren. Der südkoreanische Kospi fiel um 5.6% auf 6487.31 Punkte, nachdem er am Dienstag um mehr als 2% gestiegen war. SK Hynix verlor 9.2%, während Samsung Electronics um 7.4% nachgab. Japans Nikkei 225 sank um 3.3%, Australiens S&P/ASX 200 verlor 0.2%, der chinesische CSI 300 gab 2.5% nach und Hongkongs Hang Seng Index veränderte sich kaum. Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen gingen leicht zurück, blieben aber nahe ihrem höchsten Stand seit 2007, was die Attraktivität hoch bewerteter Wachstumswerte schmälerte. Die Renditen 10- und 2-jähriger US-Staatsanleihen lagen weiterhin bei rund 4.7% beziehungsweise 4.2%. Der US-Dollar-Index setzte seinen Rückgang fort und notierte bei rund 99.5 Punkten, während Gold bei etwa USD 4340 je Unze kaum verändert war und Brent-Rohöl-Futures um 0.6% auf USD 91.59 je Barrel stiegen.

US-Technologiewerte geben wegen steigender Renditen nach

US-Aktien gaben am Dienstag nach, da höhere langfristige Anleiherenditen und steigende Ölpreise infolge des Iran-Konflikts die Risikobereitschaft dämpften. Der Nasdaq-100 fiel um 1.7% auf 29'490.96 Punkte, während der S&P 500 um 0.7% auf 7691.76 Punkte und der Dow Jones Industrial Average um 0.2% auf 53'343.40 Punkte nachgaben. Besonders schwach entwickelten sich Chipwerte: Nvidia verlor 2.3% und der Philadelphia Semiconductor Index sank um 5%, da Anlegerinnen und Anleger Gewinne bei Aktien aus dem Bereich KI mitnahmen.

Deutsche Anlegerstimmung verbessert sich

Die Zuversicht deutscher Anlegerinnen und Anleger stieg im August gemäss der am Dienstag veröffentlichten ZEW-Umfrage um 7.9 Punkte gegenüber Juli auf 34.2 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich um 16.5 Punkte, blieb mit minus 61.1 Punkten jedoch deutlich negativ. Das ZEW führte den optimistischeren Ausblick teilweise auf starke Quartalsergebnisse von Unternehmen, robuste Exporte und das staatliche Infrastrukturinvestitionsprogramm zurück. Aussergewöhnlich niedrige Wasserstände des Rheins stellten jedoch ein Risiko für die Wirtschaftsaktivität dar. Auch die Stimmung für die Eurozone verbesserte sich: Der entsprechende Erwartungsindikator stieg um 8 Punkte auf 31.4 Punkte. Europäische Aktien gaben am Dienstag nach. Der Euro Stoxx 50 verlor 0.9% auf 6468.85 Punkte, der deutsche DAX sank um 0.8% auf 26'128.36 Punkte und der französische CAC 40 gab um 0.8% auf 8509.36 Punkte nach. Der Swiss Market Index stieg um 0.1% auf 14'320.90 Punkte.

Arbeitslosenquote in Grossbritannien sinkt

Die Arbeitslosenquote in Grossbritannien sank im zweiten Quartal auf 4.9%. Dies entspricht einem Rückgang von 0.1 Prozentpunkten gegenüber den vorangegangenen drei Monaten, liegt jedoch 0.2 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten, ging die Zahl der Beschäftigten auf der Lohnliste im Jahr bis Juni um 78'000 zurück. Die Zahl der offenen Stellen sank in den drei Monaten bis Juli um 6000 auf 707'000, was darauf hindeutet, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angesichts höherer Arbeits- und Betriebskosten weiterhin vorsichtig bleiben.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG