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Kospi-Rekord steht im Kontrast zu globalen Risikosorgen

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Südkoreas Kospi erreichte ein neues Rekordhoch, da die Anlegerinnen und Anleger die verschärfte Rhetorik zwischen den USA und Iran weitgehend ausblendeten und auf eine Waffenruhe im Nahen Osten hofften. Der verhaltene Optimismus in Asien folgte auf eine schwächere Sitzung an den US- und europäischen Aktienmärkten am Montag, wo neue Sorgen über den Konflikt die wichtigsten Indizes belasteten. Die Nachfrage nach sicheren Häfen blieb begrenzt: Der Goldpreis fiel unter USD 4800 zurück und der US-Dollar bewegte sich kaum, während die Ölpreise nach ihrem jüngsten, mit Angebotsrisiken im Nahen Osten verbundenen Anstieg wieder nachgaben.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

© Shutterstock

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag uneinheitlich gehandelt, da die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Nahen Osten trotz erneuter Drohungen der USA und Irans anhielt. Der südkoreanische Kospi stieg um 2.4% auf ein Rekordschlussniveau, gestützt von Technologiewerten wie Samsung Electronics mit einem Plus von 1.4% und dem Chiphersteller SK Hynix, der um 4.5% zulegte. Japans Nikkei 225 gewann 1.2% und Indiens Nifty 50 legte 0.8% zu, während Australiens S&P/ASX 200 leicht nachgab. Der CSI 300 auf dem chinesischen Festland stieg um 0.2% und Hongkongs Hang Seng legte um 0.5% zu, nachdem der Leiterplattenhersteller Victory Giant bei seinem Börsengang in Hongkong - dem grössten IPO in der Stadt seit letztem September - um 60% nach oben schoss. Die geopolitischen Spannungen blieben erhöht, nachdem US-Präsident Donald Trump massive Luftangriffe angedroht hatte, falls die Gespräche mit Teheran scheitern, und der Sprecher des iranischen Parlaments Verhandlungen "unter dem Schatten von Drohungen" zurückwies. Die Anlegerinnen und Anleger blieben jedoch insgesamt zuversichtlich hinsichtlich der kurzfristigen Konjunkturaussichten.

US-Aktien geben wegen Nahost-Spannungen nach

Die US-Aktienindizes haben am Montag nachgegeben, da neue Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten die Stimmung vor dem Auslaufen der Waffenruhe am Mittwoch belasteten. Der breite S&P 500 fiel um 0.2% auf 7109.14 Punkte und der technologieorientierte Nasdaq 100 verlor 0.3% auf 26'590.34 Punkte, während der Dow Jones Industrial nach einer weniger ausgeprägten Rally in den jüngsten Sitzungen nur geringfügig schwächer bei 49'442.56 Punkten schloss. Die Anlegerinnen und Anleger blieben vorsichtig, da die Unsicherheit über die weiteren Verhandlungen zwischen den USA und Iran sowie über die Fortsetzung einer Seeblockade anhielt. Apple-Aktien fielen im nachbörslichen Handel am Montag um 0.5%, nachdem das Unternehmen mitteilte, dass Konzernchef Tim Cook die Rolle im September abgeben wird. Der Leiter der Hardware-Entwicklung, John Ternus, soll CEO werden, während Cook in die Position des Executive Chairman wechselt.

Rückschlag im Nahen Osten belastet europäische Aktien

Europäische Aktien haben am Montag nachgegeben und damit einen Teil ihrer starken Gewinne vom Ende letzter Woche wieder abgegeben. Der Leitindex der Eurozone für Standardwerte, der EuroStoxx 50, fiel um 1.23% und rutschte wieder unter die Marke von 6000 Punkten, die er am Freitag kurzzeitig zurückerobert hatte, während der Schweizer SMI um 1.1% auf 13'284.22 Punkte nachgab. Energiekonzerne wie BP, Shell, Eni und TotalEnergies legten bis zu 2.5% zu und verhalfen dem Sektorindex zu einem Anstieg um 1.6%. Als defensiv wahrgenommene Telekommunikationswerte schnitten ebenfalls besser ab, während Reiseaktien wie Air France-KLM, IAG und EasyJet sowie Bank- und Autowerte zu den schwächsten Titeln gehörten.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG