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KI-Verkäufe belasten asiatische Aktienmärkte

Erneute Verkäufe von KI-bezogenen Aktien belasteten am Montag die asiatischen Aktienmärkte, wobei der südkoreanische KOSPI besonders stark nachgab, nachdem Samsung Electronics und SK Hynix deutlich gefallen waren. Die Ölpreise sanken ebenfalls, nachdem Anzeichen für eine mögliche diplomatische Annäherung zwischen den USA und dem Iran die geopolitische Risikoprämie verringerten. Die US-Aktienmärkte hatten am Freitag höher geschlossen, da die starken Ergebnisse von Amazon den kräftigen Rückgang der Apple-Aktie mehr als ausglichen. Im Fokus stehen diese Woche US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag im Arbeitsmarktbericht gipfeln.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

KI
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Neben den geopolitischen Entwicklungen stehen diese Woche US-Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt. Höhepunkt ist der Arbeitsmarktbericht für Juli am Freitag, der die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft, die Arbeitslosenquote und das Lohnwachstum umfasst. Im Vorfeld veröffentlichen die USA am Dienstag die offenen Stellen gemäss JOLTS für Juni, am Mittwoch den ADP-Bericht zur Beschäftigung im Privatsektor für Juli und am Donnerstag die Erstanträge und fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Auch die Konjunkturaktivität rückt in den Fokus: Für die meisten grossen Volkswirtschaften werden am Montag Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe für Juli veröffentlicht, gefolgt von Dienstleistungsindizes am Mittwoch, einschliesslich der vielbeachteten US-ISM-Umfragen. Zu den Inflationsdaten zählen der Schweizer Verbraucherpreisindex für Juli am Montag sowie chinesische Verbraucher- und Produzentenpreise am Wochenende. China veröffentlicht am Freitag zudem Handelsdaten für Juli, die weitere Hinweise auf die Verfassung der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt liefern.

Auch die Unternehmensberichte bleiben im Fokus. Palantir am Montag und AMD am Dienstag liefern Signale zur Nachfrage nach KI-bezogener Software, Halbleitern und Rechenzentrumsinfrastruktur. SpaceX veröffentlicht am Dienstag neue Erkenntnisse zum kürzlich börsenkotierten Unternehmen und zur breiteren Raumfahrtwirtschaft, während Eli Lilly am Mittwoch über den rasch wachsenden Markt für Therapien gegen Übergewicht informiert.

Asiatische Aktienmärkte fallen, KOSPI bricht ein

Der südkoreanische KOSPI brach am Montag um 4.9% ein, da erneute Verkäufe von KI-bezogenen Aktien den Optimismus über nachlassende Spannungen mit dem Iran überwogen. Der Rückgang folgte auf die Rekordrally von 18% am Freitag und den Einbruch um 22% im Juli. Japans Nikkei 225 fiel um 1.1%, während der chinesische CSI 300 um 1.1% nachgab und Australiens S&P/ASX 200 um 0.2% zulegte.

Ölpreise fallen, da Spannungen mit dem Iran nachlassen

Die Ölpreise fielen am Montag deutlich, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, er habe einen geplanten Militäreinsatz gegen den Iran auf Bitten Teherans und anderer Länder im Nahen Osten verschoben. Futures auf West Texas Intermediate (WTI) sanken um 6.1% auf USD 79.50 je Barrel, während Brent-Rohöl-Futures um 5.3% auf USD 83.25 fielen, da Anlegerinnen und Anleger die geopolitische Risikoprämie reduzierten. Trump erklärte, ein mögliches Abkommen würde die Wiederöffnung der Strasse von Hormus und eine Lösung der iranischen Nuklearfrage umfassen. Teheran reagierte jedoch zurückhaltend, und eine iranische Nachrichtenagentur wies den Vorschlag zurück.

Amazon stützt US-Aktienmärkte

Die US-Aktienmärkte stiegen am Freitag, gestützt durch die Rally von Amazon um 15%, nachdem der Onlinehändler starke Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt hatte. Treiber war das Wachstum im Cloudgeschäft AWS. Der Nasdaq-100 gewann 0.6% auf 28'274.20 Punkte, während der S&P 500 um 0.7% auf 7489.72 Punkte stieg und der Dow Jones Industrial Average um 0.5% auf 52'485.03 Punkte zulegte. Die Apple-Aktie fiel um 7%, nachdem der Umsatzausblick wegen Engpässen bei Komponenten enttäuscht hatte. Der Nasdaq-100 beendete den Juli dennoch 6.6% tiefer, da Anlegerinnen und Anleger weiterhin über die Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz besorgt waren.

USA unterstützen Intervention zugunsten des Yen

Die USA beteiligten sich vergangene Woche an Japans Yen-Kaufintervention, der ersten bilateralen Intervention dieser Art seit 1998, da Washington Verkäufe von US-Staatsanleihen vermeiden wollte, die die US-Finanzierungsmärkte hätten belasten können. Der Yen hatte am Donnerstag auf JPY 163.73 je USD nachgegeben, bevor er sich am Freitag auf JPY 157.57 erholte. Am frühen Montag lag er bei JPY 156.41. Die Massnahme könnte zwar den Druck auf japanische Staatsanleihen verringern und die breitere wirtschaftliche und geopolitische Zusammenarbeit zwischen den USA und Japan widerspiegeln, dürfte den langfristigen Wertverlust des Yen allein jedoch ohne eine straffere Geldpolitik der Bank of Japan kaum nachhaltig umkehren.

Inflation in der Eurozone steigt auf 2.9%

Die jährliche Inflation in der Eurozone stieg im Juli von 2.8% im Juni auf 2.9%, wie aus der am Freitag veröffentlichten Schnellschätzung von Eurostat hervorgeht. Die Energieinflation beschleunigte sich von 8.5% im Juni auf 10% und überwog damit den Rückgang der Inflation bei Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak von 1.5% auf 1.2%. Die Kerninflation ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak stieg leicht von 2.4% auf 2.5%. Am Freitag gewann der Euro Stoxx 50 0.2% auf 6358.01 Punkte, der deutsche DAX stieg um 0.1% auf 25'629.24 Punkte und der französische CAC 40 legte um 0.3% auf 8509.64 Punkte zu.

Schweizer Detailhandelsumsätze steigen im Juni

Die Schweizer Detailhandelsumsätze stiegen im Juni gegenüber dem Vorjahr nominal um 0.5% und preisbereinigt um 1.5%, wie am Freitag veröffentlichte vorläufige Daten des Bundesamts für Statistik zeigen. Die Einnahmen an Tankstellen nahmen, gestützt durch höhere Ölpreise, um 3.2% zu. Die Treibstoffverkäufe stiegen nominal um 7.1%, gingen real jedoch um 6.1% zurück. Der Swiss Market Index verlor 0.3% auf 14'346.14 Punkte am Freitag.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Berkshire Hathaway und Vertex Pharmaceuticals.

Konjunkturdaten im Fokus: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe aus mehreren der grössten Volkswirtschaften der Welt, darunter die Schweiz (09:30), Italien (09:45), Frankreich (09:50), Deutschland (09:55), die Eurozone (10:00), Grossbritannien (10:30) und der ISM-Einkaufsmanagerindex USA (16:00); Einzelhandelsumsätze Deutschland (08:00), Konsumentenpreisindex Schweiz (08:30).

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG