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Technologieerholung beflügelt die Märkte

Anzeichen für eine diplomatische Annäherung zwischen Washington und Teheran dämpften am Montag die Sorgen über weitere Störungen im Nahen Osten. Dies half den wichtigsten Wall-Street-Indizes, sich ihren Rekordständen zu nähern, wobei Technologiewerte die Gewinne anführten. Die asiatischen Aktienmärkte tendierten am Dienstag uneinheitlich, mehrheitlich jedoch höher. Technologiewerte erholten sich nach dem KI-bedingten Ausverkauf vom Vortag, während der südkoreanische Markt unter Druck blieb. Am Dienstag werden Anlegerinnen und Anleger den ersten Ergebnisbericht von SpaceX seit dem Börsengang genau auf Hinweise darauf prüfen, ob die Ambitionen des Unternehmens im Bereich KI-Rechenleistung und sein Starship-Programm die hohe Bewertung rechtfertigen können. Die Ergebnisse von AMD dürften derweil neue Erkenntnisse über die Nachfrage nach KI-Chips für Rechenzentren liefern.

  • Datum
  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Markt-Grafik
© Shutterstock

Asiatische Aktien notierten am Dienstag mehrheitlich höher, nachdem sich Technologiewerte von dem am Vortag durch Künstliche Intelligenz (KI) ausgelösten Ausverkauf erholten und von einem weiteren Anstieg der US-Technologiewerte über Nacht profitierten. Chinas CSI 300 stieg um 0.9%, während Japans Nikkei 225 um 0.2% nachgab. Südkoreas Kospi verlor 0.8%, nachdem er am Montag um mehr als 5% gefallen war. Australiens S&P/ASX 200 gewann, unterstützt von Lithiumminenunternehmen, 1.3%, während Anlegerinnen und Anleger auf den Zinsentscheid der Reserve Bank of India am Mittwoch warteten.

US-Aktien nähern sich Rekordhochs

Der Dow Jones Industrial Average stieg am Montag um 1.3% auf 53'178.41 Punkte, während der S&P 500 um 1.5% auf 7600.50 Punkte zulegte. Damit lagen beide Indizes nahe ihren Rekordhochs. Der Nasdaq-100 gewann 1.8% auf 28'776.80 Punkte, nachdem US-Präsident Donald Trump weitere unmittelbare Angriffe auf Iran ausgeschlossen und Gespräche über die Wiederöffnung der Strasse von Hormus angestrebt hatte. Technologiewerte führten die Rally an: Amazon stieg um 4.6%, während Alphabet und Microsoft angesichts des Optimismus hinsichtlich Cloud Computing und KI jeweils fast 5% zulegten. Auch die Aktien von Palantir stiegen am Montag im nachbörslichen Handel um knapp 15%, nachdem das Datenanalyse- und KI-Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt hatte, die die Erwartungen übertrafen, und seine Prognose für das Gesamtjahr anhob.

Renditen von US-Staatsanleihen sinken wegen Gesprächen mit Iran

Die Renditen von US-Staatsanleihen gingen am Montag zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump direkte Gespräche mit Iran angekündigt hatte und erklärt hatte, er habe einen Militärschlag zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus ausgesetzt. Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen lag bei rund 4.3%, jene zehnjähriger Staatsanleihen bei 4.7%. Die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen war auf knapp 5.2% gefallen, nachdem sie Ende letzter Woche Mehrjahreshochs erreicht hatte. Gleichzeitig sanken die globalen Ölpreise um mehr als 4%. Dies sorgte für Entspannung, nachdem die Renditen im Juli aufgrund des Konflikts zwischen den USA und Iran, volatiler Energiepreise und anhaltender Inflationssorgen deutlich gestiegen waren.

US-Industrie übertrifft Eurozone

Gemäss am Montag veröffentlichten Umfragen expandierte das verarbeitende Gewerbe im Juli auf beiden Seiten des Atlantiks, wobei die Aktivität in den USA stärker war als in der Eurozone. Der S&P Global Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone stieg von 51.4 im Juni auf 51.9, während dessen Produktionsindex von 51.7 auf 52.9 kletterte. Dies war der höchste Wert seit 2022, da Unternehmen trotz schwacher Nachfrage Auftragsrückstände abarbeiteten. Der US-ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sprang von 53.3 auf 55.6 und erreichte ebenfalls den höchsten Stand seit 2022. Gestützt wurde er durch eine stärkere Produktion, Beschäftigung und Exportaufträge. Der separate S&P Global US-Index verharrte jedoch bei 53.9, da sich das Produktions- und Umsatzwachstum abschwächte, sich Lieferunterbrüche verschärften und das Geschäftsvertrauen angesichts hoher Energiepreise, Zölle und des Konflikts im Nahen Osten nachliess.

Schweizer Konsumentenpreise leicht tiefer

Der Schweizer Verbraucherpreisindex sank im Juli gegenüber dem Vormonat um 0.1% auf 101.1 Punkte, während die Jahresteuerung gemäss den am Montag veröffentlichten Daten des Bundesamts für Statistik 0.4% betrug. Günstigere Flugtarife, Treibstoffkosten sowie Preise für Bekleidung und Schuhe trugen zum monatlichen Rückgang bei. Teilweise ausgeglichen wurde dieser durch höhere Preise für alternative Unterkünfte, Heizöl und Mietwagen. Die Kerninflation lag gegenüber dem Vorjahr bei 0.3%. Der Swiss Market Index schloss am Montag 0.2% höher, während der Euro Stoxx 50 um 1.1% zulegte.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von AMD, Amgen, Bayer, BioNTech, Booking, BP, Caterpillar, Continental, Electronic Arts, HSBC, McDonald's, Merck, Pfizer, SpaceX und Toyota.

Konjunkturdaten im Fokus: Einzelhandelsumsätze Italien (10:00), Handelsbilanz USA (14:30), Handelsbilanz Kanada (14:30), Einkaufsmanagerindex Kanada (15:30), JOLTS-Stellenbericht USA (16:00), Auftragseingänge für langlebige Güter USA (16:00).

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG