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Japanische Aktien setzen Takaichi-Rally auf neue Rekorde fort

Japanische Aktien setzten ihre Rekord-Rally am Dienstag fort, nachdem der deutliche Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi die Erwartungen an wachstumsfördernde Fiskalpolitik und unternehmensfreundliche Reformen verstärkt hat. Die positive Stimmung in Tokio und eine Erholung der regionalen Technologiewerte sorgten dafür, dass die asiatischen Märkte überwiegend fester tendierten. Anlegerinnen und Anleger blicken zudem auf wichtige US-Daten zum Arbeitsmarkt und zur Inflation im weiteren Wochenverlauf. An der Wall Street schlossen die wichtigsten US-Indizes am Montag mit moderaten Gewinnen, wobei der Dow Jones die Marke von 50'000 Punkten verteidigte, während in Europa die Aktienkurse im Gleichschritt mit einer sich verbessernden Stimmung in der Eurozone zulegten. Die Goldpreise konsolidierten und notierten am Dienstag bei rund USD 5040 je Unze, während die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Zinskurve hinweg leicht nachgaben; die Renditen 2-jähriger und 10-jähriger Anleihen lagen bei rund 3.5% beziehungsweise 4.2%. Der US-Dollar stabilisierte sich nach einem kräftigen Rückgang am Montag.

  • Datum
  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Japan Wirtschaft
© Shutterstock

 

Die asiatischen Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend am Dienstag fort. Der japanische Nikkei 225 stieg im Tagesverlauf um bis zu 3% auf ein neues Rekordhoch von über 58'000 Punkten, nachdem er bereits am Montag fast 4% zugelegt hatte. Die Rally folgte auf den deutlichen Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi am Wochenende, den Anlegerinnen und Anleger als Unterstützung für das Wirtschaftswachstum, die Unternehmensgewinne und die inländischen Investitionen in Sachkapital durch eine expansive Fiskalpolitik und unternehmensfreundliche Reformen werten. Technologiewerte in der gesamten Region erholten sich ebenfalls nach dem globalen Abverkauf im Technologiesektor in der Vorwoche. Die Aktien der SoftBank Group sprangen am Montag um mehr als 10%, nachdem die Telekommunikationstochter SoftBank Corp ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben hatte. Der südkoreanische Kospi bewegte sich kaum, während der australische S&P/ASX 200 um 0.2% fester notierte. Der Hang Seng Index in Hongkong legte um 0.4% zu, der chinesische CSI 300 auf dem Festland stieg um 0.1%, und Indiens Nifty 50 verzeichnete ein Plus von 0.4%, während Anlegerinnen und Anleger in der Region auf wichtige US-Daten zum Arbeitsmarkt und zur Inflation im weiteren Verlauf der Woche warteten.

US-Indizes uneinheitlich, Dow hält die Marke von 50'000 Punkten

Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag mit moderaten Gewinnen. Der Dow Jones Industrial Average ging mit einem leichten Plus bei 50'135.87 Punkten aus dem Handel und blieb damit knapp über der Marke von 50'000 Punkten, nachdem er im Verlauf der Sitzung kurzzeitig auf etwa 50'219 Punkte gestiegen war. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0.5% auf 6'964.82 Punkte zu, und der technologieorientierte Nasdaq 100 stieg um 0.8% auf 25'268.14 Punkte und setzte damit seine Erholung fort, die am Freitag nach einer Phase der Umschichtung aus Technologiewerten vor dem Hintergrund von Sorgen über hohe Investitionen in künstliche Intelligenz eingesetzt hatte. Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer blicken nun zur Orientierung über den weiteren Zinsausblick auf den verzögert veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht für Januar zur Wochenmitte sowie auf die Inflationsdaten zum Wochenschluss.

Schweizer Konsumentenstimmung hellt sich leicht auf

Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich im Januar leicht aufgehellt. Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag veröffentlichte Stimmungsindex stieg gegenüber Dezember um 0.6 Punkte auf -30.1 Punkte, liegt damit aber noch 0.8 Punkte unter dem Niveau vor einem Jahr. Im April hatte die Stimmung mit -42.4 Punkten ihren Tiefpunkt erreicht, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump erste Zollaufschläge gegen die Schweiz angekündigt hatte. In der Folge erholte sie sich zunächst bis Juli, bevor sie im August mit der Einführung eines Zollzuschlags von 39% durch Trump wieder auf -39.9 Punkte fiel. Insgesamt signalisiert die monatliche Seco-Umfrage, die die Stimmung der Haushalte seit 1972 erfasst, eine moderate Erholung der Konsumentenstimmung in der Schweiz von den jüngsten Tiefstständen, bei weiterhin gedämpftem Vertrauen im Vergleich zum Vorjahr. Der Schweizer Leitindex SMI legte am Montag um 0.1% zu.

Stimmung in der Eurozone deutet auf beginnende Aufwärtsbewegung hin

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Montag fester, gestützt von Rekordständen an der Wall Street und kräftigen Kursgewinnen in Japan. Der Euro Stoxx 50 kletterte um 1% auf 6'059.36 Punkte, während der deutsche DAX 1.2% zulegte und der französische CAC 40 um 0.6% stieg. Das makroökonomische Umfeld präsentierte sich konstruktiv: Der sentix Economic Index für die Eurozone erhöhte sich im Februar auf 4.2 Punkte nach -1.8 Punkten im Januar, wie die am Montag veröffentlichten Daten zeigen. Dies war der dritte Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Juli des vergangenen Jahres. In Deutschland, der grössten Volkswirtschaft der Eurozone, verbesserte sich die Gesamtstimmung von -16.4 auf -6.9 Punkte, während sich die Erwartungen von 5.5 auf 16.3 Punkte deutlich aufhellten, nachdem ein kräftiger Auftragseingang in der Industrie institutionelle Investorinnen und Investoren veranlasste, ihre Einschätzung merklich anzuheben.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG