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KI-Zweifel belasten Asien vor Fed-Entscheid und Tech-Zahlen

Bedenken, dass sich Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) angesichts hoher Bewertungen möglicherweise nicht auszahlen, setzten Technologiewerte am Dienstag unter Druck und sorgten auch am Mittwoch im asiatischen Handel für Unruhe. Die US-Börsen schlossen uneinheitlich: Während der Dow zulegte, setzte der Nasdaq-100 seinen Rückgang fort. Die asiatischen Märkte entwickelten sich ebenfalls unterschiedlich, wobei deutliche Verluste in Korea und Japan Kursgewinnen in Australien, Hongkong und auf dem chinesischen Festland gegenüberstanden. Die Ölpreise stiegen, nachdem neue iranische Raketenangriffe die Sorgen über Lieferunterbrechungen im Nahen Osten verstärkten. Anlegerinnen und Anleger richten ihren Blick auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch sowie auf die Quartalszahlen von Microsoft und Meta Platforms.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Märkte
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Asiatische Aktien weiten KI-bedingten Ausverkauf aus

Asiatische Aktien fielen am Mittwoch deutlich, da die Sorgen über hohe KI-Bewertungen und die Renditen umfangreicher Technologieinvestitionen vor den Zahlen von Microsoft und Meta Platforms zunahmen. Der koreanische Kospi verlor 7%, während der japanische Nikkei 225 um 1.8% nachgab. Die Aktien von SK Hynix fielen um 9%, obwohl sich der operative Quartalsgewinn des Unternehmens mehr als versechsfacht hatte, da die Ergebnisse die hohen Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger nicht erfüllten. Andere Märkte der Region legten zu: Der australische S&P/ASX 200 gewann 1%, der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 1.2% und der chinesische CSI 300 erhöhte sich um 1%.

Ölpreise steigen angesichts zunehmender Spannungen mit Iran

Die Ölpreise erholten sich, nachdem Iran eine weitere Welle ballistischer Raketen auf US-Streitkräfte im Nahen Osten abgefeuert hatte. Dies erneuerte die Sorgen über Unterbrechungen der regionalen Öllieferungen. Die Futures auf Brent-Rohöl stiegen um 3% auf USD 84.54 je Barrel und die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) legten um 3.5% auf USD 82.04 je Barrel zu, nachdem beide Referenzsorten in den vorangegangenen drei Handelstagen rund 15% verloren hatten. Unterstützung erhielt die Rally durch einen geschätzten Rückgang der US-Rohölvorräte um 3.3 Mio. Barrel in der vergangenen Woche sowie durch Berichte, wonach OPEC+ geplante Produktionssteigerungen ab Oktober für drei Monate aussetzen könnte.

Dow legt zu, während sich die Nasdaq-Korrektur vertieft

Die US-Aktienmärkte schlossen am Dienstag uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 1% auf 52'747.32 Punkte und der S&P 500 legte um 0.2% zu, während der Nasdaq-100 um 1% auf 27'763.13 Punkte fiel und damit den fünften Handelstag in Folge nachgab. Der technologielastige Index liegt inzwischen mehr als 10% unter seinem Rekordhoch und befindet sich damit definitionsgemäss in einer Korrektur. Anlegerinnen und Anleger hinterfragen, ob umfangreiche KI-Investitionen ausreichende Renditen erzielen werden, und bewerten die zunehmende Konkurrenz aus China. SanDisk verlor mehr als 14%, während auch Marvell Technology und Micron deutliche Verluste verzeichneten. Bei den Konjunkturdaten sank das US-Verbrauchervertrauen im Juli laut den am Dienstag veröffentlichten Daten um 1.4 Punkte auf 90.8, nach einem nach oben revidierten Wert von 92.2 im Juni.

Schweizer Aktien erreichen weiteres Rekordhoch

Der Schweizer SMI stieg am Dienstag um 1% auf ein Rekordhoch von 14'571.33 Punkten und setzte seinen Anstieg über 14'500 Punkte fort. Der Euro Stoxx 50 legte um 0.1% auf 6'289.51 Punkte zu. Anlegerinnen und Anleger blieben jedoch vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed und den Ergebnissen grosser US-Technologieunternehmen vorsichtig. Die Aktien des Schweizer Bauzulieferers Sika sprangen nach besser als erwarteten Ergebnissen um mehr als 9% nach oben, während Unilever dank robuster Umsätze im zweiten Quartal um 8% zulegte. Im Technologiesektor zeigte sich weiterhin ein uneinheitliches Bild: Softwarewerte erholten sich, während Halbleiterwerte und andere KI-Profiteure wie ASML, Infineon und Siemens Energy weiter nachgaben.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von ADP, Boston Scientific, Lam Research, Meta Platforms, Microsoft, Procter & Gamble, Qualcomm und Starbucks.

Konjunkturdaten im Fokus: Sitzungsprotokoll der Bank of Canada zur Geldpolitik (19:30), Zinsentscheidung der Federal Reserve (20:00).

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG