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Märkte warten auf US-Arbeitsmarktbericht, während Öl-Sorgen zunehmen

Anlegerinnen und Anleger agierten am Freitag vorsichtig, nachdem eine neue Bedrohung für die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus die Ölpreise erneut steigen liess. Gleichzeitig warten die Märkte auf die neusten US-Arbeitsmarktdaten, die auch die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen können. Die Indizes an der Wall Street schlossen am Donnerstag tiefer, nachdem nach den erreichten Rekordhochs wieder aufgekommene Zinssorgen Gewinnmitnahmen ausgelöst hatten. Der Handel in Asien verlief am Freitag uneinheitlich: Kursverluste bei Halbleiteraktien belasteten die japanischen und südkoreanischen Börsen, während chinesische Aktien nach besser als erwarteten Exportdaten zulegten.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

US Arbeitsmarktbericht
© Shutterstock

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Freitag uneinheitlich, da erneute Verkäufe von Halbleiteraktien die südkoreanischen und japanischen Börsen vor dem US-Arbeitsmarktbericht für Juli belasteten. Der südkoreanische Kospi fiel um rund 0.8% und lag damit für die Woche mehr als 6% im Minus, nachdem SK Hynix über 4% verlor. Der japanische Nikkei 225 gab rund 0.4% nach. Chinas Börsen entwickelten sich besser: Der chinesische CSI 300 stieg, unterstützt von Kursgewinnen bei Technologieunternehmen, um 1.1%, während der Hang Seng Index in Hongkong um 0.1% zulegte. Chinesische Aktien wurden zudem von Handelsdaten gestützt, wonach die Exporte Chinas im Juli gegenüber dem Vorjahr um 23.9% stiegen. Dies übertraf die Erwartungen, bedeutete jedoch eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 27% im Juni.

Ölpreise steigen wegen Einschränkungen in der Strasse von Hormus

Die Ölpreise legten am Freitag wieder zu, nachdem ein iranischer Entwurf zur Regulierung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus die Sorgen über Lieferunterbrechungen verstärkt hatte. Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl stiegen um 1.5% auf USD 83.72 pro Barrel, während Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) um 1.2% auf USD 78.22 zulegten. Der Vorschlag würde US-amerikanischen und israelischen Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge verbieten und andere Länder, die Iran nach dessen Auffassung geschädigt haben, bis zur Zahlung von Entschädigungen einschränken. Eine gemeldete Vereinbarung mit Oman über die Transitregelung muss noch bestätigt werden. Ukrainische Angriffe auf zwei russische Ölraffinerien verstärkten die Sorgen über das Angebot zusätzlich, obwohl US-Präsident Donald Trump erklärte, er erwarte, dass der Krieg im Iran "ziemlich bald" ende.

US-Aktien geben wegen neuer Zinssorgen nach

Die US-Aktienmärkte gaben am Donnerstag nach, nachdem der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 am Vortag neue Rekordhochs erreicht hatten. Wieder aufgekommene Zinssorgen veranlassten Anlegerinnen und Anleger zu Gewinnmitnahmen. Der Dow verlor 0.9% auf 53'885.10 Punkte, während der S&P 500 um 0.2% auf 7709.96 und der Nasdaq 100 um 0.4% auf 29'373.33 Punkte nachgaben.

Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sinken

Das Volumen des Einzelhandels im Euroraum sank im Juni gegenüber Mai um 0.3%, nachdem die Umsätze im Vormonat revidiert um 0.4% gestiegen waren, wie Eurostat am Donnerstag mitteilte. Die Verkäufe von Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren gingen um 0.5% zurück, während die Umsätze mit Nicht-Lebensmitteln um 0.4% sanken. Dies wurde teilweise durch einen Anstieg der Verkäufe von Kraftstoffen um 1.5% ausgeglichen. Gegenüber dem Vorjahr lagen die Einzelhandelsumsätze um 0.7% höher, nach einem Anstieg von 1.9% im Mai. Dabei stiegen die Umsätze mit Nicht-Lebensmitteln, während die Kraftstoffverkäufe um 6.6% zurückgingen. Der EuroStoxx 50 stieg am Donnerstag um 0.5% auf das Rekordhoch von 6512.25 Punkten, gestützt von Hoffnungen auf eine Einigung zwischen Iran und Oman über eine neue Schifffahrtsroute durch die Strasse von Hormus.

Arbeitslosenquote in der Schweiz steigt

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz stieg im Juli gegenüber Juni um 0.1 Prozentpunkte auf 3%, da die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 1.1% auf 139'276 Personen zunahm, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr kletterte die Arbeitslosigkeit um 7.8%, während die saisonbereinigte Arbeitslosenquote unverändert bei 3.1% lag. Die Jugendarbeitslosigkeit nahm gegenüber Juni um 4.7% zu, und die Zahl der registrierten Stellensuchenden stieg um 0.6%. Der Swiss Market Index verlor am Donnerstag 0.2% und schloss bei 14'518.75 Punkten.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG