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LGT und Climeworks schliessen Zehnjahres-Vertrag zur CO2-Entnahme aus der Atmosphäre

20. Dezember 2021

Die LGT hat einen Zehnjahres-Vertrag mit der Schweizer Firma Climeworks unterzeichnet. Climeworks wird in diesem Zeitraum für die LGT 9000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernen. Die LGT ist die erste Bank, die einen Vertrag in dieser Grössenordnung abschliesst. Mit diesem bedeutenden Schritt unterstreicht sie erneut ihr Engagement für das Pariser Klimaabkommen und einen nachhaltigen Finanzsektor.

Im Rahmen des Pariser Klimaabkommens von 2015 haben sich über 190 Staaten verpflichtet, die Erderwärmung auf 1.5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dazu ist die weltweite Reduktion der Nettoemissionen unabding-bar. Die LGT hat sich bereits Anfang dieses Jahres dazu verpflichtet, die Nettoemissionen ihres Betriebs und ihrer eigenen In-vestments bis 2030 auf null zu senken.  

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, setzt die LGT auf innovative Lösungen: Sie hat mit dem Schweizer Unternehmen Climeworks, einem globalen Vorreiter der CO2-Abscheidung («Direct Air Capture»), einen Vertrag für einen Zeitraum von zehn Jahren unterschrieben, in dem Climeworks für die LGT 9000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entnehmen und dauerhaft binden wird. Damit schafft es die LGT, einen Teil ihrer nicht-vermeidbaren Emissionen, die z.B. durch Geschäftsreisen oder innerhalb ihrer Investments entstehen, aus der Atmosphäre zu entfernen. Auf der anderen Seite arbeitet die LGT in Übereinstimmung mit ihrer Netto-Null-Verpflichtung intensiv daran, ihre vermeidbaren Emissionen zu reduzieren: z.B. durch die Nutzung erneuerbarer Energien, verbesserte Gebäudeisolation oder bessere Heizsysteme. 

S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, Chairman LGT, sagt: «Wir müssen in allen Bereichen und mit allen Mitteln versuchen, unsere CO2-Bilanz zu verbessern, um den Kampf gegen den Klimawandel nicht zu verlieren. Climeworks entwickelt dafür neue technologische Lösungen, die skalierbar sind und gutes Weiterentwicklungspotenzial haben. Die Unterstützung von innovativen Unternehmen mit vielversprechenden Technologien ist für die LGT ein elementarer Bestandteil im Kampf gegen den Klimawandel. Als Unternehmen, das den Anspruch hat, verantwortlich und nachhaltig zu handeln, ist es uns wichtig, baldmöglichst eine Netto-Null-CO2-Bilanz zu erreichen. Unsere langfristige Partnerschaft mit Climeworks ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.»

Christoph Gebald, Co-CEO und Mitgründer von Climeworks: «Wir freuen uns, dass wir diesen Vertrag mit LGT abschliessen konnten. Es ist bereits der dritte Zehnjahres-Vertrag für Climeworks. Das zeigt, dass die langfristige Nachfrage nach unserer Lösung steigt. Zum anderen ist es der bisher grösste Vertrag zur direkten Entnahme von CO2, der jemals von einer Bank unter-zeichnet wurde. Die LGT und die Finanzbranche sind Vorreiter bei der Förderung der CO2-Entfernung.»

Von der Atmosphäre in den Boden
CO2-Abscheidungen, also die Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre und seine darauffolgende Speicherung, erfolgen durch natürliche Methoden wie Aufforstung oder durch technische Lösungen. Climeworks hat sich auf Letzteres spezialisiert: Die mit erneuerbarer Energie betriebenen Anlagen von Climeworks filtern CO2 aus der Luft, danach wird es mit Wasser gemischt und in Island in den Erdboden gepumpt, wo es durch das Carbfix-Verfahren mit den Basaltfelsen reagiert und mineralisiert. Das CO2 verwandelt sich durch diesen Prozess in Stein und wird so dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt. 

Die Technologie von Climeworks ist die einzige heute verfügbare Lösung, mit der das CO2 in der Atmosphäre auf skalierbare Weise reduziert und daraufhin dauerhaft unterirdisch gespeichert werden kann. Mehr Informationen zu dem Prozess und den Anlagen finden Sie auf der Climeworks-Website.