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Märkte stabilisieren sich bei fallenden Ölpreisen - Inflation im Fokus

Die globalen Aktienmärkte zeigten sich zur Wochenmitte stabiler, da die Ölpreise von ihren jüngsten Höchstständen zurückkamen und damit einen Teil der Sorgen im Zusammenhang mit dem US-israelischen Konflikt mit Iran dämpften. Europäische Aktien legten am Dienstag kräftig zu, wobei zyklische Sektoren nach Signalen aus Washington, dass der Krieg bald enden könnte, die Gewinne anführten, während die US-Indizes angesichts der anhaltenden Volatilität an den Energiemärkten und gemischter Unternehmensnachrichten leicht im Minus schlossen. In Asien notierten die Aktienmärkte am Mittwoch höher, unterstützt von niedrigeren Ölpreisen und stabilen Goldpreisen. Die Anlegerinnen und Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf wichtige Inflationsveröffentlichungen: Die Daten zum deutschen und US-amerikanischen Verbraucherpreisindex, die später am Mittwoch anstehen, dürften die Erwartungen an die geldpolitischen Pfade der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank prägen.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Mittwoch moderate Zugewinne, da ein Rückgang der Ölpreise von jüngsten Höchstständen half, die anhaltenden Sorgen über den US-israelischen Konflikt mit Iran abzufedern. Die Ölpreise setzten ihre Verluste am Mittwoch fort, nachdem Berichte aufgekommen waren, wonach die Internationale Energieagentur die grösste Freigabe strategischer Bestände ihrer Geschichte prüft, um mögliche Angebotsstörungen auszugleichen. Futures auf Brent-Rohöl notierten knapp unter USD 88 je Barrel, und West Texas Intermediate (WTI) lag unter USD 84. Der Goldpreis zeigte sich derweil ebenfalls stabil und lag am Mittwoch bei knapp USD 5200 je Unze. In Asien stieg der japanische Nikkei 225 um 1.5%, während der südkoreanische KOSPI nach einer starken Vorgängersitzung um fast 1.4% zulegte. Australiens S&P/ASX 200 legte um 0.6% zu, der Hang Seng Index in Hongkong notierte nur leicht im Plus, und der chinesische Leitindex CSI 300 auf dem Festland gewann 0.6%.

US-Aktien mässig schwächer wegen Öl-Sorgen

Die US-Aktienindizes gaben am Dienstag in einem volatilen Handel nach, während die Anlegerinnen und Anleger den Iran-Konflikt und einen stark schwankenden Ölpreis verfolgten. Der Dow Jones Industrial Average schloss 0.1% tiefer bei 47'706.51 Punkten, der breit gefasste S&P 500 fiel um 0.2% auf 6781.48 Punkte und der Nasdaq 100 gab leicht auf 24'956.47 Punkte nach und machte damit einen Teil der Zugewinne vom Montag zunichte, die auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump gefolgt waren, wonach der Krieg im Nahen Osten kurz vor dem Ende stehe. Die Stimmung wurde durch einen später wieder gelöschten Social-Media-Beitrag von US-Energieminister Chris Wright belastet, in dem von einer Eskorte von US-Marineöltankern in der Strasse von Hormus die Rede war; das Weisse Haus dementierte dies offiziell. Unter den Einzeltiteln brach Biontech um fast 18% ein, nachdem das Unternehmen für 2025 einen Verlust in Milliardenhöhe gemeldet und bekanntgegeben hatte, dass die Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci das Unternehmen verlassen werden, um ein neues Biotech-Unternehmen mit Fokus auf mRNA zu gründen.

Europäische Aktien erholen sich dank Hoffnungen im Iran-Konflikt

Die europäischen Aktienmärkte erholten sich am Dienstag nach Verlusten zu Wochenbeginn, unterstützt von der Hoffnung, dass sich der Iran-Konflikt entspannen könnte, nachdem US-Präsident Donald Trump Signale gesendet hatte, dass der Krieg bald enden könne. Der Leitindex der Eurozone, der Euro Stoxx 50, stieg um 2.7%, und der Schweizer SMI legte 0.4% zu. Die Gewinne waren sektorübergreifend breit abgestützt, wobei Banken, Tourismus, Rohstoffe und Luxusgüterkonzerne wie Kering und Richemont überdurchschnittlich abschnitten, während defensive Nahrungsmittelwerte hinterherhinkten und Lindt & Sprüngli nach einem verhaltenen Ausblick rund 10% einbüsste. Prosus führte den Euro Stoxx 50 mit einem Sprung von 9.6% an, gestützt von einem starken Kursanstieg des chinesischen Technologiekonzerns Tencent, nachdem dieser ein neues KI-Tool vorgestellt hatte. In den Konjunkturdaten stiegen die deutschen Warenexporte im Januar im Jahresvergleich um 0.6%, während die Importe um 4% zurückgingen, wie am Dienstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Daten zeigten. Der deutsche DAX legte am Dienstag 2.4% zu.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG